Am Anfang stand eine auf Gemeinwohl und Nachhaltigkeit ausgerichtete Idee: Das Aufkommen von Internet-Tauschbörsen, Second-Hand Plattformen und Sharing-Angeboten für Gebrauchsgüter und Dienstleistungen versprachen ab Anfang der 2000er Jahre neben Kostenersparnissen und bewussterem Konsum auch hohe Umweltentlastungspotenziale. «Sharing is caring» hiess das Motto.

Heute zeigen sich jedoch auch die von Plattformen ausgehenden Gefahren deutlich. Amazon, Google, Uber, Airbnb, Alibaba, Shein, Clickworker und Co. haben sich zu ökonomisch, gesellschaftlich und politisch mächtigen Akteuren entwickelt. Beispielsweise bewirtschaften sie Userdaten, beeinflussen Verhalten und nutzen Scheinselbstständige in prekären Arbeitsverhältnissen aus. Lassen sich die bösen Geister des Plattformkapitalismus wieder zähmen?

mit Dr. phil. Rahel Estermann, Co-Geschäftsleiterin Digitale Gesellschaft Schweiz, Kantonsrätin Grüne Luzern und Regierungsratskandidatin