Die Stadt braucht mehr Liegenschaften für Menschen in Notsituationen.
Marco Müller, Grossstadtrat

Mehr bezahlbarer Wohnraum für alle

Damit genügend Wohnungen für Familien, ältere Menschen, junge Erwachsene und Menschen mit kleinem Budget entstehen, setzt die Stadt auf eine aktive Bodenpolitik.

Mit der Vorlage wird:

  • die Stiftung «Wohnraum für alle» gegründet, die preisgünstige Wohnungen baut und bewirtschaftet.
  • Boden der Spekulation entzogen, so dass Wohnen für alle erschwinglich bleibt.
  • gemeinnütziger Wohnungsbau gestärkt, indem Genossenschaften zinslose oder günstige Darlehen erhalten.
  • die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und gemeinnützigen Bauträgern verbessert, damit Projekte schneller und effizienter realisiert werden
  • ein klares Ziel gesetzt: Bis 2048 soll mindestens 18 % des Wohnungsbestands gemeinnützig sein.
Mehr bezahlbare Wohnungen statt überhöhter Renditen – das braucht Luzern!
Laura Spring, Kantonsrätin

Stimmen Sie am 14. Juni Ja zur Umsetzung einer aktiven Bodenpolitik

Die GRÜNEN und Jungen Grünen der Stadt Luzern haben 2024 ihre Wohnraum-Initiative eingereicht. Dabei wurden 2 Punkte gefordert:

  • Die Stadt Luzern leitet Massnahmen ein, dass auf Grundstücken im Eigentum der Stadt Luzern jährlich mindestens 50 zusätzliche Wohneinheiten geschaffen werden können.
  • Die aktive Bodenpolitik ist mindestens so lange fortzuführen, bis sich die Liegenschaften und Grundstücke im Eigentum der Stadt Luzern gegenüber 1.1.2024 verdoppelt haben.
Die Stiftung „Wohnraum für alle“ schafft bezahlbare Wohnungen für Familien.
Philipp Roos, Co-Präsi-dent Grüne Stadt Luzern

 

Der Stadtrat hat einen Gegenvorschlag ausgearbeitet

  • Neue Stiftung «Wohnen für alle»
    Die Stadt gründet eine Stiftung, die unabhängig am Markt agiert. So sollen mindestens 500 gemeinnützige Wohnungen entstehen. Diese neue Stiftung «Wohnen für alle» bekommt 70 Millionen Franken Startkapital. 
  • Darlehen für Genossenschaften
    Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften sollen zinslose und zinsgünstige Darlehen erhalten. Innerhalb von 25 Jahren muss das Geld zurückfliessen. Das Ziel sind 300 Wohnungen. Dafür werden 44 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.
  • Mehr Käufe, mehr eigene Bewirtschaftung
    Die Stadt kauft zusätzlich mehr Liegenschaften und bewirtschaftet diese selber. 300 Wohnungen sollen so entstehen, vor allem für Lernende, Ältere und Benachteiligte. Dafür investiert die Stadt 200 Millionen Franken aus dem städtischen Vermögen.

Die GRÜNEN und Jungen Grünen haben ihre Wohnraum-Initiative zurückgezogen. Das nun zur Abstimmung vorgelegte Wohnbaupaket ist ein ausgewogener, politisch breit abgestützter Kompromiss für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt Luzern.

Wohnraum für alle in der Stadt Luzern – auch für Personen in Ausbildung!
Chiara Peyer, Studentin und Grossstadträtin

 

Hier wirkt der Gegenvorschlag konkret

  • Seniorin
    «Ich möchte auch im Alter in meinem Quartier bleiben können.»
    Eine ältere Frau lebt seit Jahrzehnten in ihrem Quartier. Doch die Mieten steigen, und sie hat Angst, ihr Zuhause zu verlieren. Dank mehr gemeinnützigem Wohnraum findet sie eine kleinere Wohnung, die sie sich leisten kann – nahe am Einkauf, an der Bushaltestelle und an ihren vertrauten Menschen.
    > So bleibt Luzern auch für ältere Menschen lebenswert.
  • Junge Familie
    «Wir suchen seit Monaten eine bezahlbare grössere Wohnung.»
    Eine junge Familie findet kaum geeigneten Wohnraum, weil Wohnungen mit vier oder mehr Zimmern knapp und teuer sind. Durch mehr gemeinnützige Wohnbauprojekte entstehen neue, familienfreundliche Wohnungen zu fairen Mieten.
    > So wird Wohnen für Familien in der Stadt wieder realistisch.
  • Student
    «Ich will in Luzern studieren – aber wo kann ich mir das Wohnen leisten?»
    Ein Student steht vor dem Problem vieler junger Menschen: Hohe Mieten lassen ihm kaum Spielraum. Mit zusätzlichen bezahlbaren Wohnungen entsteht neuer Wohnraum, der allen offensteht – auch Menschen in Ausbildung.
    > So bleibt Luzern attraktiv für junge Menschen und Studierende der Uni und Hochschulen.
Ich will im Quartier bleiben, doch altersgerechte und bezahlbare Wohnungen fehlen.
Agatha Fausch, Seniorin

 

Am 14 Juni 2x JA stimmen

JA    Zum Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative «Wohnrauminitiative: Aktive Bodenpolitik zur Förderung von zahlbarem Wohnraum»

JA    Zum Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative «Wohnraum für die Menschen statt Profite für Spekulant*innen»

Damit Wohnen nicht ständig teurer wird in der Stadt Luzern.
Michael Töngi, Mieterverband und Nationalrat

 

Häufige Fragen 

 

Die Massnahmen kosten viel Geld, kann sich die Stadt dies leisten? 

Ja. Der Stadt geht es finanziell sehr gut, darum soll sie sinnvoll und nachhaltig investieren. Investitionen in Wohnraum sind eine wichtige Investition in die Zukunft. Das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum ist das grösste Problem der Bevölkerung!

Ist der Gegenvorschlag auch nachhaltig?

Ja, und zwar in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit, ökonomisch, sozial und ökologisch. Finanziell lohnt sich die Investition in Wohnraum längerfristig immer, da der Wert von Immobilien steigt.  Sozial hilft es, da der geschaffene Wohnraum insbesondere finanziell benachteiligten Menschen zugutekommt. Und die Stadt sowie die Stiftung haben den Auftrag, weiterzubauen statt abzubrechen und Belegungsvorschriften zu erlassen.

Warum braucht es mehr Wohnraum im Besitz der Stadt?

Sozial benachteiligte Menschen oder Menschen in Notsituationen brauchen oft rasch verfügbaren Wohnraum, welchen der private Markt kaum anbietet. Zum Beispiel, wenn die KESB Notwohnungen sucht oder ältere Menschen Wohnraum verlieren ohne pflegebedürftig zu sein. Städtische Wohnungen schaffen Spielraum, auch für die Zukunft. 

Ist die neue Stiftung „Wohnraum für alle“ nicht eine Konkurenz für die Wohnbaugenossenschaften?

Nein, es ist eine sinnvolle Ergänzung. Die Genossenschaften können selbst nicht alle Wohnungen realisieren, die es in Zukunft braucht. In der Stiftung sind die gemeinnützigen Genossenschaften eingebunden. Mit der Vorlage profitieren die Wohnbaugenossenschaften von zinsgünstigen Darlehen, was ihre Handlungsmöglichkeiten erweitert. 

Worum geht es bei der anderen Abstimmung zum Vorkaufsrecht? 

Die Vorlage ermöglicht, dass die Stadt beim Verkauf von grösseren Häusern und Grundstücken ein Vorkaufsrecht hat. So werden diese der Spekulation entzogen und die Preisspirale gebremst. Die erworbenen Liegenschaften können an gemeinnützige Wohnbauträger zur Realisierung von Wohnungen abgegeben werden. Beide Abstimmungs- Vorlagen (Wohnraum und Vorkauf) ergänzen sich gut. 

 

Zinsgünstige Darlehen stärken die Genossen-schaften und ermöglichen mehr bezahlbaren Wohnraum.
Marcel Budmiger, Präsident abl